Potentiale heben - Mitarbeitergewinnung und -bindung
Wiesbaden [ENA] Zu diesem Thema lud die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Wiesbaden am heutigen Dienstag in die IHK Wiesbaden ein. Ziel dieser Veranstaltung war es Wege aufzuzeigen, Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren und an ein Unternehmen zu binden. Den demographischen Wandel nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance sehen, war eine der Aussagen des Abends.
Unternehmer aus größeren Unternehmen wie der Rücker AG oder der Wiesbadner Volksbank sowie aus mittelständigen Unternehmen wie der tüfa team GmbH berichteten den rund einhundert geladenen Gästen über Mittel und Wege Mitarbeiter zu finden und zu halten. Ältere Mitarbeiter, so Thomas Aukamm von der Rücker AG, sind wichtige Erfahrungs- und Wissensträger für Unternehmen. Zwar, so zitiert Aukamm die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen, können jüngere Mitarbeiter schneller laufen, der ältere Mitarbeiter kennt aber die Abkürzung.
Es sei daher sehr wichtig, dass sich auch ältere Arbeitnehmer im Unternehmen wohl fühlen. Ein Beispiel aus seinem Unternehmen, welches Aukamm in seiner Rede nannte, sei die Einführung eines Gesundheits- und Familienmanagers, der sich beispielsweise darum kümmert, dass Arbeitsplätze ergonomisch richtig gestaltet sind und dass auch Freizeitaktivitäten von der Firma angeboten werden.
Ein weiter wichtiger Punkt beim Thema Mitarbeitergewinnung und -bindung sei die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens. So habe allein die Wiesbadener Volkbank aktuell 141 Teilzeitstellen. Jede(r) Rückkehrer(in) bekomme ein Arbeitsplatz angeboten, so Peter Offermanns, Abteilungsdirektor Personal und Recht der Wiesbadener Volksbank. Schließlich seien diese Mitarbeiter(innen) erfahren und somit sehr wertvoll für das Unternehmen. Ebenso sei es oft der Fall, dass später auch die Arbeitszeit wieder erhöht werde.
Tatjana Trömner-Gelbe, Geschäftsführerin der tüfa team GmbH, berichtete sogar von Bewerbern, die ihr Unternehmen nur deswegen kontaktierten, weil es 2010 als familienfreundlichstes Unternehmen des Rheingau-Taunus-Kreises ausgezeichnet wurde. Das Ergebnis einer bundesweiten Untersuchung des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) an der Universität Münster gibt ihr hierbei Recht. So ergab diese Studie, dass sowohl Männer als auch Frauen die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens genauso wichtig empfinden, wie die Entlohnung.




















































